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Es gibt viele Gründe, sich für Erasmus zu entscheiden. Ein anderer Blickwinkel auf das Austauschprogramm abseits von gängigeren Überlegungen und vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen.
Erasmus hat viele Gesichter, nicht nur, weil daran Studierende aus ganz Europa teilnehmen. Es fängt schon bei den Motivationsgründen an. Die eine sucht dort, was sie hier nicht findet, der andere möchte bloß raus und weg, ein Dritter seine Fremdsprachenkenntnisse aufpolieren, eine Vierte von allem etwas – und vielleicht lohnt es sich schon wegen der berüchtigten Erasmusfeiern? Könnte es noch andere Gründe geben, sich für Erasmus zu entscheiden?
Das wirkliche Europa der Universitäten
Erasmus bedeutet, auf ganz eigene und eindrückliche Weise ein anderes System kennenzulernen, sei es ein anderes Universitätssystem oder eine andere Bürokratie. Vielleicht wird Erasmus einmal - so zumindest die heutige Absicht - zu einem europäischen Hochschulraum beigetragen haben. Noch führt es einem bloß Unterschiede, Eigenheiten, Unverträglichkeiten und fehlende Kommunikation vor Augen. Recht bald wird klar, dass hinter einem ECTS-Punkt dort etwas anderes stecken kann als hier – auch wenn hinter beiden womöglich letzten Endes gleich wenig steckt. Und nicht erst bei der Anrechnung der im europäischen Ausland absolvierten Lehrveranstaltungen merkt man, dass irgendwo in der Übersetzung von Noten zwischen zwei Systemen etwas verlorengehen kann. Gleich zu Anfang verwirrt das andere Verständnis des eigenen Faches im Gastland und überrascht der Stellenwert von Universität in der Gesellschaft. ...
17. 07. 2008 | 13:29
1. Erasmus, warum das? vom 17. 07. 2008
2. Bologna demaskiert. Terminologische Kulissenblicke durch den künstlichen Sprühnebel der Hochschulpolitik vom 22. 06. 2007
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